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Herbstkonzerte 2017

Am 17. November war es so weit. Nach intensiven Proben brachten wir unser anspruchsvolles klassisches Herbstkonzert auf die Bühne der KZO in Wetzikon. Trotz des dort geringen Publikumsbesuchs und anfänglich etwas holprigem Start bei der Egmont Overture fanden wir schnell zu dem uns vertrauten harmonischen Zusammenspiel und wurden mit begeistertem Beifall des kleinen aber feinen Publikums belohnt. So konnten wir deutlich entspannter am darauffolgenden Sonntag im Stadthaus Winterthur von Beginn an in gut aufeinander abgestimmten Zusammenspiel und Intonation die schönen Melodien geniessen. Das Publikum erschien zahlreich und war uns von Anfang an zugetan.

Die Dramatik der Egmont Overture von Beethoven, die feine und zarte Melodie in Cantique de Jean Racine von Fauré, sowie die theatralischen Soli im The Three Wonders von Rimski-Korsakow. Ausserdem die direkt ins Herz gespielte Ballettmusik Autumn von Glazunov, die lustig und verspielt oder fein und sentimental dargebotene Christmas Scene von Puccini, sowie das leichte und witzige Spiel des Il Barbiere di Siviglia von Rossini. All dies versetzte das Publikum in grosse Begeisterung, es bedankte sich mit stürmischen Beifall, teilweise sogar stehenden Ovationen und Bravo-Rufen.

 

Nach zwei Zugaben (Love in the Garden von Mussorgsky und dem Säbeltanz von Khatchaturian) konnten wir auf ein vollumfänglich gelungenes Herbstkonzert zurückblicken, was uns selbst ebenso mitgerissen hat, wie unsere Zuhörer und Zuhörerinnen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an unseren Dirigenten Fredi Olbrecht und an die ganze Musikkommission für die sehr gelungene Stückauswahl.

- Michael Forster

Städtischer Musiktag 2017

Der Städtische Musiktag fand dieses Jahr bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen statt.

Als erster Verein durften wir das diesjährige Defilee an der Stadthausstrasse eröffnen. Mit den Märschen Les Gendarmes de St. Tropez und Wien bleibt Wien im zügigen Marschtempo gespielt, gelangten wir bis kurz vor den Hauptbahnhof. Beim anschliessendem Gesamtdefilee konnten sich die 200 Musiker/innen mit den Stücken Highland Cathedral und Vitudurum Musicum der zahlreich erschienenen Winterthurer Bevölkerung nochmals von ihrer Besten Seite zeigen und einen kräftigen Applaus abholen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause war die SMW bereit für ihr Konzert im Kirchgemeindehaus in der Liebestrasse. Derweil stieg auch meine Nervosität etwas an, denn anschliessend an unser Konzert war die jährliche Veteranenehrung. Und dieses Mal war tatsächlich ich an der Reihe. Dieses Jahr werde ich Kantonale Veteranin und für 25 Jahre aktives Musizieren geehrt!

Was habe ich in den 25 Jahren schon alles erlebt. Von der Zeit in der Jugendmusik, den Musiklagern  in Stein am Rhein, der Eintritt bei der Stadtmusik. Die vielen Konzerte, Ständli, Wettbewerbe und Reisen. Ich habe Freundschaften geschlossen und von lieben Menschen Abschied genommen. Musizieren verbindet Menschen, macht Spass und bietet immer wieder neue Herausforderungen.

Und dann sitze ich schon auf der Bühne zusammen mit den anderen Veteranen die heute geehrt werden. Mein Name wird aufgerufen, meine Kameraden klatschen mir zu und einige spielen sogar einen Tusch für mich. Ich geniesse den Moment und freue mich auf die nächsten 25 Jahren musizieren.

 - Christine Rüeger


Tag der Musik, 22. Juni 2017

Auf ein ganz spezielles Erlebnis hat sich die Stadtmusik mit der Mitwirkung bei der Klangaktion „Stadthaus l - lll“ eingelassen:

Für den Tag der Musik 2017 haben der Komponist Daniel Ott und der Regisseur Enrico

Stolzenberg eine Komposition geschrieben, die wir zusammen mit dem Musikkollegium Winterthur und Schülern der Musikschulen im Stadthaus aufführen durften.

Schon die Ankündigung dass jede(r) frühzeitig zusagen resp. sich abmelden musste, da der

Komponist genau wissen müsse, welche Instrumente vorhanden sein werden, war für uns sehr neu und machte uns „gwundrig“ was da kommen würde.

Als dann die Noten verteilt wurden und wir die Stücke zum ersten Mal anspielten, waren einige skeptische Blicke zu beobachten: es klang eher ungewohnt, war rhythmisch anspruchsvoll und hatte wenig Ähnlichkeit mit den Kompositionen, die wir sonst spielten. Nach ein paar Anläufen klappte es jedoch schon besser und man konnte eine Melodie erkennen.

 

Am Tag der Musik wurde das drei-teilige Werk aufgeführt:

Im Teil Stadthaus I trafen 4 Marching-Bands der Stadtmusik von verschiedenen Richtungen aus gleichzeitig musizierend vor dem Stadthaus ein, wo bereits weitere Klänge zu hören waren. Wir sammelten uns oberhalb der Treppe vor dem Eingang und setzten minutengenau mit unseren Klängen ein. Spannend, was alles zu sehen und zu hören war: Musikschüler und Profimusiker mit ihren Instrumenten an offenen Fenstern und in Hauseingängen, Leute die mit tönenden Kistchen unterwegs waren: War da ein Vogel? Eine Ambulanz-Sirene? Der Bahnhof Winterthur? Und dazwischen immer wieder unsere Klänge. Hinter der Stadtmusik öffnete sich die Tür ins Stadthaus und wir gingen gefolgt vom Publikum hinein.

Im Teil Stadthaus II kamen aus vielen Ecken und Räumen des gesamten Gebäudes Töne, Klänge und Geräusche. Ein Akkordeonist fuhr mit einem Lift rauf und runter, man hörte eine Tuba vom Keller, es spielten verschiedene Duos/Trios/Quartette/Quintette etc. mit verschiedensten Instrumenten.

Die Stadtmusik hatte erst mal bis zum 3. Teil eine Pause, die je nach Bedürfnis für das Erkunden der Klangwelt im Stadthaus oder dem Löschen von Hunger & Durst in der Stadt genutzt wurde.

Im Teil Stadthaus III stellten wir uns oben auf der grossen Treppe vor dem Saal auf und warteten auf das Zeichen von Fredi, um als Fernorchester wiederum ein paar Klänge zu denjenigen vom Musikkollegium und den Geräusch-Einspielungen beizutragen. Dies stellte vor allem grosse Anforderungen an unseren Dirigenten, der dem Werk folgen und uns an den geplanten Stellen den Einsatz geben musste.

Es war eine spannende Erfahrung, Teil einer solchen Klangaktion zu sein und die Töne unserer Instrumente einmal als Klänge oder Geräusche wahrzunehmen.

 

- Doris Ganz


Schlosskonzerte in der Kyburg 10./ 11. Juni 2017

Malerisch! Idyllisch! Märchenhaft! - Die Stadtmusik Winterthur konzertierte am 10. & 11. Juni 2017 an einem Ort mit ganz besonderer Kulisse. Die beiden Musik-Abende gelangen gut und waren ein Quell der Freude – besonders für viele Kinder aus der Umgebung.

Zwei laue Sommerabende waren es. Angenehm breitete sich das kraftvolle romantische Licht über die intensiven und pittoresken Farben und Formen der Kyburg und ihrer Umgebung. Für das Auge machte aber nicht nur die Kyburg mit ihren alten Mauern und Brunnen, Bäumen und Plätzen was her – nein auch wir, die Stadtmusik Winterthur warfen uns in Schale und das war auch schön. Schön heiss.

Akustisch betrachtet waren wir dagegen splitterfasernackt. Der Orchesterklang war in dieser Akustik durchsichtig wie ein Cellophanpapier. So kam das Publikum in den Genuss des gesamten Facettenreichtums an Klangfarben, Dynamiken, Artikulationen und Stimmungen, den ein symphonisches Blasorchester zu bieten hat. Das war dann auch die besondere Herausforderung, die sich uns als Orchestermusikanten bot: wenn alles zu hören ist, was man spielt, nichts untergeht, dann liegt auch jeder Fehler, jede Unsicherheit und jede kleine Unstimmigkeit auf dem Goldtablett – jeder hört alles.

Wir spielten Filmmusik für Klein und Gross – vor allem aus Trickfilmen. Von alten Walt Disney-Klassikern wie Die Schöne und das Biest über Actionkracher wie Robin Hood – König der Diebe bis zu witzigen Stücken wie Rapunzel – Neu verföhnt oder Die Eiskönigin – völlig unverfroren, war alles dabei. Sentimental und begeistert, romantisch und lustig, verspielt und ernst, heroisch und traurig, hoffnungsvoll und harmonisch – wer es mag, sich von Musik von solchen Stimmungen tragen zu lassen, bald da, bald dorthin zu reisen, die Gegenwart für eine Weile zu vergessen – der war am richtigen Ort.

Das Publikum kam von Nah und Fern – neben Angehörigen, Freunden und Fans oder auch Gelegenheitsbesuchern aus der Umgebung waren auch einige Touristen da. Ein Besuch der historischen Kyburg inklusive Museumsbesuch mit einem musikalischen Erlebnis zu verbinden, liessen Sie sich nicht nehmen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt, etwas Kühles zu trinken und etwas Süsses zu naschen war jederzeit möglich. Auch gab es Leute welche die Gelegenheit nutzten und sich im kühlen Nass des Brunnens abkühlten. Einige Zuhörer verbanden das Konzert mit einem sportlichen oder geselligen Event. Aber eine Stunde lang hörten alle diese unterschiedlichen Menschen der Stadtmusik Winterthur zu, genossen die musikalische Vielfalt, für die wir so lange geprobt hatten und ich denke, am Ende war es ein freudiges Erlebnis für alle Beteiligten. Zwei Tage, an die ich mich gerne zurückerinnere.

- Alex Bieri


Jahreskonzert 2017

Eine junge Frau mit blauem, langem Haar betritt die Bühne, schlängelt sich zwischen einigen Stadtmusikern durch und spricht mit klarer Stimme und in einwandfreiem Hochdeutsch zum Publikum. Sie erzählt, wie sie schon als kleines Mädchen davon geträumt habe, Geschichten zu erfinden, sie aufzuschreiben und damit Geld zu verdienen. Sie erklärt den Zuhörern, dass sie gar nicht anders könne und einfach schreiben müsse. Xenia Eigel, eine junge Schriftstellerin, die vor kurzem ihren ersten Roman veröffentlichen durfte, ist hier um die Zuhörer einzustimmen auf das diesjährige Jahreskonzert der Stadtmusik Winterthur zum Thema „Musik & Literatur“. Die Einstimmung gelingt und die Zuhörer erleben einen abwechslungsreichen Abend voller unterschiedlicher Musikstücke, die alle eine berühmte Geschichte musikalisch darstellen.

So begibt sich das Publikum auf hohe See mit Robinson Crusoe, spürt die Wellen, den Wind, die Freiheit und schliesslich den schrecklichen Sturm, der das Schiff zum Sinken bringt. Auch Robinsons Freundschaft zu Freitag, die gefährliche Begegnung mit den Kannibalen und seine Heimkehr kommen musikalisch zum Ausdruck. Gleich anschliessend geht die Reise weiter ins Innere der Erde mit Jules Vernes Roman Voyage au Centre de la Terre. Ein sehr anspruchsvolles und komplexes musikalisches Werk, das die Geschichte von drei Abenteurern auf ihrer Expedition zum Mittelpunkt der Erde erzählt.

Kaum sind die Abenteurer wieder ans Tageslicht gekommen und die Stadtmusik mit einem grosszügigen Applaus belohnt worden, wird es stockdunkel im Theater. Es folgt der Auftritt des Tambourenvereins der Stadt Winterthur. Wie jedes Jahr haben sie ein aussergewöhnliches, witziges und mitreissendes Programm zusammengestellt und bringen die Zuhörer damit zum Staunen.

Nach der Pause gibt die Stadtmusik The Bronze Horseman zum Besten. Ein Stück, das auf einem Gedicht von Aleksander Pushkin basiert, und von der Reiterstatue von Peter dem Grossen und der grossen Flut von 1824 erzählt.

Es folgt die Huckleberry Finn Suite, in welcher einige Szenen der Novelle musikalisch dargestellt werden. Die Suite lässt zahlreiche Zuhörer in Jugenderinnerungen schwelgen und heitert das Publikum mit vielen witzigen und ausgelassenen Passagen auf.

Zum Abschluss des Konzertprogramms spielt die Stadtmusik ein weiteres Stück, das in Anlehnung an einen Abenteuerroman von Jules Verne entstanden ist. Around the World in 80 Days erzählt von fernen Ländern, Elefanten, Büffelherden, Indianern und einer spannenden Verfolgungsjagd.

Bei der Zugabe setzt sich Dirigent Fredi Olbrecht gleich selbst an die Schreibmaschine und begeistert das Publikum für einmal mit seinem schauspielerischen Talent und seiner Fingerfertigkeit im Stück The Typewriter.

 

Nach einem Abend voller Literatur & Musik wird geplaudert, getrunken, gegessen, gelacht, am Büchertisch in Büchern geschmökert und bereits voller Vorfreude an die kommenden Proben und Konzerte gedacht. Die Stadtmusik Winterthur freut sich schon jetzt auf viele interessierte Zuhörer!

- Melanie Eugster


Jahresrückblick 2016


Empfang des Winterthurer Nationalratspräsidenten Jürg Stahl

Am Mittwoch 30. November trafen sich über 120 aktive Musikerinnen und Musiker beim alten Feuerwehrgebäude. Die Stadtmusik war mit 23 Aktiven eines der grössten der teilnehmenden Korps. Der Musikverband der Stadt Winterthur hatte zu einem gemeinsamen Auftritt aufgeboten. Der neugewählte Winterthurer Nationalratspräsident wird an diesem Nachmittag im Kanton Zürich in seiner Heimatstadt willkommen geheissen.

Das vereinte Bläserkorps stand unter der Leitung von Andreas Buri, der schon die Grossformation an der 750-Jahr Stadtrechtsfeier der Stadt Winterthur leitete.
Auf dem Sportplatz hinter dem Feuerwehrgebäude wurde eingestanden und die Musikstücke nochmals angespielt. Dann ging es in Zweierkolonen die Stadthausstrasse hinunter zum Bahnhof. Bereits diese lange Schlange von Musikern in verschiedenen Uniformen weckte grosse Aufmerksamkeit bei den Passanten.

Pünktlich um 13:27 fuhr der Extrazug aus Bern in Winterthur auf Gleis 3 ein. Die rund 100 Bläserinnen und Bläser spielten zum Empfang des neugewählten Winterthurer Nationalrats­präsident Jürg Stahl den Marsch «Winterthur 86». Der neue Nationalratspräsident wurde vom Regierungsrat des Kantons Zürich und dem Stadtrat von Winterthur noch auf dem Perron des Bahnhofs begrüsst.

Doch schon gab der Zeremonienmeister das Zeichen zum Aufbruch. So stellten sich neun Fähnriche der Musikvereine hinter die drei charmanten Polizistinnen der Stadtpolizei Winterthur, die hoch zu Ross den Umzug anführten sollten. Es folgten die Tambouren des Tambourenvereins und der Stadtjugendmusik und dann das grosse rund 100-köpfige Korps der Bläserinnen und Bläser aus 10 Musikvereinen der Stadt Winterthur.

Der neugewählte Nationalratspräsident mit seiner Frau und Tochter, begleitet von Weibeln und Bundesrätin Leuthard sowie den geladenen Gästen folgte dem Musikkorps über den Bahnhofplatz und auf der Stadthausstrasse zum Stadthaus. Unterwegs standen viele Passanten und Delegationen von Turn- und anderen Vereinen, die Jürg Stahl zujubelten und sich dem Umzug anschlossen. So wurde der Umzug immer länger.

Beim Stadthaus angekommen spielte das grosse Bläserkorps bis alle geladenen Gäste über die grosse Treppe in den Stadthaussaal gelangten. Das schöne Bild des grossen Korps mit den verschiedenen Uniformen und den vielen Fahnen wird den Gästen aus dem Kanton und der ganzen Schweiz sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Zum Abschluss gab es im Foyer für die Umzugsteilnehmer einen grosszügigen Apéro, bei dem sich alle vom kalten aber schönen Wetter aufwärmen konnten.

- Robert Kesselring


Veteranenhöck

Am letzten Samstag im November trafen sich die Veteranen der Stadtmusik Winterthur inzwischen bereits traditionell in der Weiherstube des Restaurants Schützenhaus im Rosenberg zum Adventshock. Einmal pro Jahr lädt der Veteranenobmann der Stadtmusik, Fritz Kappeler, alle zum gemütlichen Nachmittag ein. Wer da denkt, dass nur die «Alten» anwesend sind, täuscht sich. Es gibt auch etliche «Veteranen» unter den Aktivmitgliedern der Stadtmusik, die an diesem Anlass teilnehmen.
Nebst dem geselligen Zusammensein gab Fritz Kappeler den Anwesenden einen Rückblick über das vergangene Jahr aus dem Veteranenwesen inklusive Mutationen. Auch ich, selbst ein Veteran der Stadtmusik Winterthur, durfte eine Tour d‘ Horizon 2016 und einen Ausblick auf das Jahr 2017 präsentieren. Selbst das 150 Jahr Jubiläum in 2022 wirft erste Schatten voraus. So ermunterte ich die älteren Semester in ihren Unterlagen alte Dokumente nicht einfach fortzuwerfen, sondern der Stadtmusik zur Verfügung zu stellen, sei es fürs Archiv in der Stadtbibliothek oder einfach nur für die geplante Festschrift.
Den gemütlichen Nachmittag beschloss ein Konzert des Brass Quintetts Tuplabrassi der Stadtmusik Winterthur.

Wiedermal ein gelungener Veteranenhock. Fritz, vielen Dank!

- Robert Kesselring 


Herbstkonzert 2016

Am späten Sonntagnachmittag des 20. November 2016 lud die Stadtmusik Winterthur zu ihrem zweiten Konzert mit klassischer Musik ins Stadthaus Winterthur ein. Zahlreiche Musikbegeisterte folgten der Einladung und bekamen vom Orchester viele musikalische Leckerbissen serviert.

Mit Fanfare  for the Common Man von Aaron Copland wurde das Konzert von einem Blechbläserensemble mit Unterstützung von drei Perkussionisten pompös eröffnet.

Anschliessend kam das ganze sinfonische Blasorchester mit dem Vogelhändler von Carl Zeller zum Einsatz. Viele bekannte Melodien dieser Operette sind in diesem Arrangement des Japaners Eiji Suzuki fabelhaft verarbeitet. Spätestens beim Ohrwurm Schenkt man sich Rosen in Tirol waren einige Zuhörer wahrscheinlich nicht abgeneigt mit zu summen.

Nach der dreisätzigen Suite Dolly von Gabriel Fauré zog die Stadtmusik Winterthur zusammen mit den Konzertbesuchern auf die Wartburg ein. Tannhäuser - ein gewaltiges, imposantes Werk. Ein typischer Wagner eben.

Ein kompletter Gegensatz folgte mit Pavane von Maurice Ravel, es zeigte den Zuhörern auf, wie fein und zart das Orchester auch spielen kann.

Mit dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Antonin Dvorak konnte man anschliessend in ein rauschendes Fest eintauchen. Praktisch greif- bzw. hörbar wurde das Lachen und Tanzen auf diesem musikalischen Fest.

Die Solistin dieses Abends, Prisca Erb, intonierte auf ihrer Violine das Thema von Schindler‘s List von John Williams virtuos aber auch mit viel Gefühl. Gänsehautfeeling pur!

Den offiziellen Schlusspunkt des Konzertes setzte die Stadtmusik mit Pomp and Circumstance von Edward Elgar. Das Orchester spielte diese – man kann fast sagen – inoffizielle Nationalhymne Grossbritanniens zur Freude des Publikums locker und beschwingt.

Nach einem rauschenden und wohlwollenden Applaus gab das Ensemble noch zwei Zugaben: Salut d’Amour von Edward Elgar und den Konzertmarsch aus dem gleichnamigen Film Captain America March von Alan Silvestri.

Die Stadtmusik Winterthur unter ihrem Dirigenten Fredi Olbrecht hat es sehr genossen, in diesem wunderschönen Konzertsaal nach intensiver Vorbereitung aufzuspielen und freut sich bereits jetzt schon auf das Herbstkonzert vom 19. November 2017 – gleiche Zeit, gleicher Ort.

- Alex Knöpfel


Winti-SOLA 2016

Dieses Jahr fand zum ersten mal die Winti-SOLA auf dem 84 km langen Rundweg Winterthur statt. Auch die Stadtmusik war mit einem 12-köpfigen Team vertreten, den "Stadtmusik Runners". 

 

Bei bestem Laufwetter begann die erste Läuferin um neun Uhr das Rennen. Ca 16.25 Uhr erreichte der Schlussläufer das Ziel. Mit 6 Stunden 36 Minuten 53 Sekunden belegte die Läufer und Läuferinnen der Stadtmusik den 19. Rang.

 

Rangliste und Fotos finden Sie auf der Internetseite des Rundwegs Winterthur.


EMF 2016 in Montreux

Das vergangene Wochenende vom 11. und 12. Juni war nicht nur bei den Mitgliedern der Stadtmusik Winterthur seit über einem Jahr dick in der persönlichen Agenda eingeschrieben. Auch etwa 200 weitere Musikvereine reisten in die Metropole des Jazz. Eine intensive Probephase fand am Samstag mit der Teilnahme am Wettspiel in der 1. Stärkeklasse seinen abschliessenden Höhepunkt.

Punkt 6:00 Uhr verliess der Vereinsbus die vertraute Heimatstadt und nahm Kurs auf Montreux. Die letzten knapp drei Stunden Ruhe vor dem Wettbewerb wurden meist individuell zur mentalen oder physischen Vorbereitung (Schlaf) auf den musikalischen Auftritt genutzt.

Beim Bezug des Instrumentendepots wurde der Vereinszusammenhalt das erste Mal auf die Probe gestellt. Standen dem 60-köpfigen Corps doch geräumige 15 m2 Fläche für Instrumente, Uniformen und persönliche Gegenstände zur Verfügung.

Endlich durften unsere Instrumente den Ernstfall ein letztes Mal proben und wurden im Einspiellokal in die Feinstimmung gebracht. Nur kurze Zeit später befanden wir uns vor der berühmten Miles Davis Hall unter einem schützenden Regendach und freuten uns auf den bevorstehenden Auftritt.

Dann ging es schnell - fast zu schnell. Denn nach 45 Minuten voller Konzentration, maximalem Einsatz und genussvollen musikalischen Momenten war unsere Darbietung vorbei und wir erhielten sechs Zahlen von der Jury, mit welchen wir den Raum wieder verliessen. Zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich eine Einschätzung abzugeben, aber der Dirigent Fredi Olbrecht und auch wir Musikerinnen und Musiker waren zufrieden, denn wir hatten soeben zwei ausdrucksstarke und klangvolle Versionen der beiden Stücke La Corrida de Toros und Zenith of the Maya abgeliefert, wie wir es uns als Ziel gesetzt hatten.

Für die Mittagspause meinte es Petrus nicht gut mit uns und liess die schöne Seepromenade des Genfersees mit einem schimmernden Nass überziehen, was von den Anti-Marschmusik-Fans unseres Vereins mit einem süffisanten Lächeln zur Kenntnis genommen wurde.

Aber: pünktlich zu unserem Autritt auf der Grand Rue liessen die Tropfen nach, so dass wir die neu einstudierten Abläufe der Parademusik zum Marsch Piotta von Franco Cesarini unter Beweis stellen durften. Die neue Form des Anhaltens auf der Marschmusik wurde von den zahlreichen Zuschauern im Festzelt lautstark mitkommentiert und endete nicht selten unter grossem Beifall und Gelächter, weil jemand vergass rechtzeitig den linken Fuss zum Rechten hinzuzustellen.

Nun stand der gesellige Teil unserer Reise auf dem Programm. Beim gemeinsamen Abendessen wurde auf die gelungenen Darbietungen angestossen oder über die teilweise merkwürdige Punkteverteilung der Jury gerätselt. Schliesslich mussten wir zu diesem Zeitpunkt anerkennen, dass unsere erreichten Punktzahlen nicht unseren Erwartungen entsprachen und damit eine Platzierung im hinteren Drittel des Teilnehmerfeldes resultierte.

Es spricht für unseren Spirit im Verein, dass wir uns von dieser Enttäuschung abwenden und am Abend ein berauschendes Fest in Montreux geniessen konnten. Bis in die Morgenstunden wurde das gemeinsame Erlebnis feuchtfröhlich gefeiert, bis schliesslich auch das allerletzte Vereinsmitglied sein Nachtlager in einem noblen Hotelbett, dem Massenlager oder im Freien gefunden hatte.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen hochstehender Blasmusik. Im Auditorium Strawinsky führten Höchstklassvereine ihre anspruchsvollen Musikstücke auf und liessen manch einen in unseren Reihen über die perfekte Intonation und die Leichtigkeit bei technischen Höchstschwierigkeiten staunen oder über die willkürliche und konzeptlose Anhäufung von Tönen, Geräuschen und Klängen der Komponisten den Kopf schütteln.

Gestärkt nach Bratwürsten oder Nutella-Crèpes traten wir wiederum nach einem ambitionierten 7-Minuten-Time-Slot zur Beladung des Reisecars die Heimreise an. Im Gepäck hatten wir die sechs Bewertungen und bekritzelten Partituren der Juroren, welchen wir natürlich nochmals unsere Aufmerksamkeit schenkten, um erste Erkenntnisse zu gewinnen. Die Wichtigste soll hier erwähnt sein: Die aktuelle Stadtmusik Winterthur zeichnet sich durch ambitioniertes, ausdrucksstarkes Musizieren und einen einzigartigen Zusammenhalt innerhalb des Vereins aus!

 

Mit diesen Eindrücken verabschiedeten wir uns vom nationalen Grossanlass in Montreux mit dem Ausblick auf den Städtischen Musiktag in Winterthur vom kommenden Wochenende.

- Peter Huber


Jahreskonzert 2016

Am Samstag überraschte die Stadtmusik Winterthur ihre Gäste wieder einmal mehr mit grossartigen Stücken. Diesmal stammten die meisten aus den Federn japanischer Komponisten. Das Konzert führte die Zuhörer auf verschiedene südliche Kontinente, in tiefe Meere und sogar zu den Ausserirdischen. Nicht nur thematisch auch musikalisch bot jedes Stück viel Spannung und Abwechslung.

Begrüsst wurden die Gäste neben den Begrüssungsworten unseres Präsidenten mit einer kurzen, dramatischen Fanfare. Gleich darauf folgte als erster Höhepunkt das Stück Zenith of the Maya, welches die Stadtmusik am Eidgenössischen Musikfest in Montreux den Juroren präsentieren wird. Hier wird aber nicht nur das instrumentale Können gefordert, auch sind immer wieder gesangliche Einlagen zu hören. Mit dem Untergang der Stadt Atlantis übergaben die MusikerInnen die Bühne dem Tambourenverein Winterthur.

Der zweite Teil startete gleich mit der hektischen Verfolgungsjagd des Ausserirdischen ET. Das melancholische Stück Threnody war ganz dem  Saxofonregister  gewidmet. Ein zweiter musikalischer Höhepunkt des Konzerts folgte mit Afrika, der Hintergrundmusik für das gleichnamige Playstationspiel. Bei einer wilden Safari in Afrika wurden die typischen Wildtiere mit verschiedensten Instrumenten interpretiert. Besonders beeindruckend war das Okapi, gespielt vom Fagott.

Mit der zweiten Zugabe Gelato con Caffè bot das Schlagwerk einen grandiosen Abschluss. Nicht nur die Gäste wurden von den Latinrhythmen in Bann gezogen, auch die MusikerInnen auf der Bühne bewegten sich während des Spielens mit.

Mit einem wohlwollenden, grosszügigen Applaus bedankten sich die Gäste für unsere anspruchsvolle Präsentation. Unser Einsatz scheint sich gelohnt zu haben.

- Sandra Knöpfel


Herbstkonzerte 2015

Meisterhaft gespielte, romantische Klaviermelodien, klangvolle Solostellen und feurige kubanische Rhythmen durften die Besucher des diesjährigen Herbstkonzerts der Stadtmusik Winterthur am vergangenen Wochenende geniessen. Gleich zweimal gab die Stadtmusik ihr Konzert zum Besten und durfte sich bei den beiden Konzerten in Wetzikon und Winterthur über die zahlreich erschienen Gäste freuen.

Eröffnet wurde das Konzert von den Blechbläsern der Stadtmusik mit dem Stück Quidditch von John Williams - ein gelungener, beschwingter Auftakt. Es folgte der besondere Höhepunkt des Konzerts, das Klavierkonzert No. 2 von Sergei Rachmaninov, virtuos und ausgezeichnet gespielt von Matthias Roth. Für die Mitglieder der Stadtmusik war es ein grosses Vergnügen gemeinsam mit dem Pianisten zu proben und aufzutreten. Beim Stück Boléro von Maurice Ravel waren für einmal alle Instrumentenregister einzeln und solistisch zu hören. Eine spezielle Herausforderung, welche von den Solisten mit Freude angenommen und glänzend gemeistert wurde. Am Schluss des Konzerts war insbesondere das Schlagzeugregister gefordert das mit viel Lebhaftigkeit und Freude verschiedenste Schlaginstrumente einsetzte. In George Gershwins Kubanischer Ouvertüre durfte das Publikum eintauchen in die musikalischen Eindrücke seiner Reise nach Kuba.

Die Gäste schienen sehr zufrieden und bedankten sich bei der Stadtmusik mit einem warmen, herzlichen Applaus. 

- Melanie Unterer

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Bericht Landbote, 24.11.2015.pdf
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Bericht Tössthaler, 26.11.2015.pdf
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Sommerkonzerte 2015

Dieses Jahr fanden die Sommerkonzerte in der Altersresidenz Konradhof und dem Restaurant Sporrer statt. Die Konzerte im Oberen Graben und Altersheim Oberwinterthur mussten wegen einer Hitzewelle leider abgesagt werden. Nur zwei Wochen zuvor musste der Städtische Musiktag wegen Regen abgesagt werden. Genauso abwechslungsreich wie das Sommerwetter war auch unser Konzertprogramm: Von Polka über Jazz bis hin zu Musicalnummern war für Jedermann etwas dabei.


Teilnahme KMF Freiburg 2015

Am Samstagmorgen fuhren wir mit dem Car nach Wünnewil-Flamatt, wo das KMF Freiburg stattfand. Nach einer stärkenden Bratwurst auf dem Festgelände, bereiteten wir uns im Einspiellokal auf den Musikwettbewerb vor. Dieser fand in einer sehr warmen Turnhalle statt. Nach dem Konzert tauschten wir unser schwarzes Tenü  gegen die rote Paradeuniform und machten uns auf den Weg zur Marschmusikstrecke. Diese war erstaunlich kurz, sodass wir erst im Trio waren, als sie zu Ende war! Den Tag schlossen wir im Festzelt bei einem leckeren Znacht ab.
Auch wenn wir uns nicht auf dem Podest platziert haben, war es doch eine gute Vorbereitung für das Eidgenössische Musikfest, welches nächstes Jahr in Montreux stattfindet.

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Konzert im Adlergarten 2015

Am 11. April fand zur Wiedereröffnung des Alterszentrums Adlergarten ein Tag der offenen Tür statt. Die Stadtmusik durfte diesen Anlass musikalisch umrahmen. Mit zwei kurzen Konzerten begeisterten wir das Publikum, das trotz starker Windböen draussen unserer Musik lauschte.

 

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Alte Uniformen ganz neu

Unsere alten Uniformen, die wir 2011 an eine Musikschule in Haiti gespendet haben, sind immer noch in Gebrauch!

Auch wenn der dicke Stoff im warmen, haitianischen Klima nicht so geeignet ist, wird unsere Uniform gerne für Konzerte getragen.


Erfolg in Spanien 2014

Im Oktober unternahmen wir eine Musikreise nach Spanien. Selbstverständlich durften auch unsere Instrumente mitreisen.

 

Beim internationalen FIBM Wettbewerb in Malgrat de Mar, konnten wir uns  gegen starke Musikformationen aus Tschechien, Polen und Italien durchsetzen.

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